Donnerstag, 27. November 2014

Deutschlandpremiere: "Der Koch"

Gestern Abend durfte ich anlässlich der Deutschlandpremiere von Der Koch, eine Verfilmung des gleichnamigen Weltbestsellers von Martin Suters, in der Lichtburg zu Gast sein. Und, was soll ich sagen? Der Film hat mich so sehr beeindruckt, dass der Roman nun auf meiner After-Bachelor-Leseliste steht.

von links nach rechts: Regisseur Ralf Huettner und die beiden Hauptdarsteller Hamza Jeetooa Jessica Schwarz.

"Wonach schmeckt das?" "Nach meiner Kindheit."

Der Film erzählt sehr einfühlsam die Geschichte eines jungen Mannes namens Maravan, der Aufgrund von politischen Unruhen von Sri Lanka als Asylbewerber in die Schweiz kommt und zunächst als Küchenhilfe in einem Züricher Restaurant schuftet. Dort ist er allerdings nicht glücklich, weil sein Talent nicht erkannt und er regelrecht schikaniert wird.

Erst durch Andrea, die im Service arbeitet, gelingt es ihm, sein eigenes Catering Unternehmen auf die Beine zu stellen, das Menschen exotische, erotisierende Menüs verspricht, die er aus Zutaten seiner Heimat zaubert. Wer jetzt einen oberflächlichen Kochfilm erwartet, wird enttäuscht werden, denn Der Koch ist kein Film, der sich mit dieser Oberflächlichkeit begnügt. Das Schicksal Maravans Heimat zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und der junge Mann wird schließlich mit der Erkenntnis konfrontiert, dass die Terroristen der Tamil Tigers, die in Sri Lanka wüten, enge Verbindungen in der Schweiz haben. Die Situation spitzt sich zu, als sein Cousin in die Heimat zurückkehrt, um auf der Seite der Terroristen "für die Freiheit" zu kämpfen und Maravan erkennt, für wen er eigentlich kocht...

"Kochen heißt verwandeln. Man kann Kaltes in Warmes und Hartes in Weiches verwandeln - aber Böses nicht in Gutes."

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