Freitag, 6. März 2015

Von magischen Orten und Zauberbüchern

Ein Zauber liegt auf diesem Ort. Hier scheint die Welt stillzustehen. ich fühle mich wie in Watte gepackt - kannst du es hören, das leise Raunen und verlockende Säuseln der Bücher?


Wenn es auf dieser Welt etwas gibt, das mich schon als Kind ungemein fasziniert hat, dann sind es Bücher. Die Leidenschaft für Worte und Sätze, die bis heute tief in meinem Herzen wohnt, drängte mich schon in frühen Kindertagen zum Geschichtenerzählen. Damals durften meine Erzieherinnen meine ersten Sätze, aus denen sich langsam die ersten kleinen Geschichten formten, niederschreiben und ich illustrierte diese mit großer Begeisterung. 
Und als es dann endlich soweit war und ich in die Schule kam und endlich schreiben lernte, gab es kein Halten mehr. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Angeregt durch meinen Opa, der eine bemerkenswerte Büchersammlung besitzt - diese Leidenschaft für alte Bücher habe ich wohl von ihm geerbt - und durch meine Tante, die mir viele Geschichten erzählte, wenn ich sie besuchte.

Vom Flüstern der Bücher

Ich habe einen Schatz gefunden. Er stand inmitten von unzähligen Büchern verborgen und blickte schüchtern auf mich hinab - als hätte er seit langer Zeit auf mich gewartet. Schon beim Anblick des Buchrückens, den eine schwungvolle und schnörkelige Schrift zierte, schlug mein Herz schneller. Ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen, um das Buch aus dem Regal zu ziehen. Fasziniert strich ich über die glatten Seiten und ließ meine Finger beinahe andächtig über die bunten Bilder wandern. Ich schloss die Augen. Der Geruch des Buches zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen und für einen Moment stand die Zeit still. ~ 

Ich liebe alte Bücher. Ich kann stundenlang in Antiquariaten stöbern und dabei völlig die Zeit vergessen. Ich liebe es, mir auszumalen, was ein Buch in seinem Leben schon alles erlebt haben könnte... Wer war(en) wohl sein(e) Besitzer? Zu welchem Anlass wurde es verschenkt oder gekauft? Und wie fand es seinen Weg hierher? Solche Geheimnisse werde ich vermutlich nur sehr selten lösen können. Die Geschichten, die mir das Buch zuflüstert, bleiben meiner Phantasie überlassen. Und genau darin liegt der Reiz.

Dienstag, 3. März 2015

Den Frühling im Blick: D.I.Y. für alle Sonnenanbeter


Kaum lässt sich die Sonne wieder blicken, kommt auch schon die erste Sommergefährtin endlich wieder zum Einsatz: die Sonnenbrille. Denn nach der langen Abstinenz muss Frau sich erst mal langsam wieder an die ersehnte Helligkeit gewöhnen... Doch was, wenn das Modell des letzten Sommers irgendwie staubig und langweilig ist? Auf in die Stadt und eine neue Brille angelacht? Das muss nicht sein. Bevor ihr loszieht, um eine neue Sonnenbrille zu kaufen, hier mal ein kleiner Tipp wie das ein oder andere alte Modell schnell im neuen Glanz erstrahlt und ganz nebenbei zu einem echten Unikat wird:

 Materialien: Bastelkleber, Schmuckzangen oder eine Pinzette, einen Zahnstocher (um den Kleber präziser zu verteilen) und Perlen - der Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass die Farben aufeinander abgestimmt sind, sodass das Endergebnis stimmig wirkt. Ich habe mich für ein etwas kitschigeres Frühlingsdesign entschieden: kleine Perlen in weiß und rosé, zwei unterschiedlich große Rosen und eine goldene Schleife. Die Schleife war übrigens mal ein Ohrstecker - allerdings habe ich sie nie getragen und den Stecker mithilfe der unteren Schmuckzange entfernt. So findet sie endlich mal Verwendung!

 Skills: Handwerkliches Geschick (Übung macht jedoch den Meister), eine ruhige Hand - vorzugsweise dann, wenn ihr mit sehr kleinen Materialien arbeitet, die schnell aus den Fingern gleiten - und etwas Geduld. 
Und etwa 30 Minuten Zeit müsst ihr für diese Bastelaktion einplanen - je nach Aufwand der Verzierung vielleicht auch mehr.

♥ Warm-up: Sichtet zunächst eure Materialien und überlegt spielerisch (zunächst einmal ohne zu kleben), wie ihr sie auf dem Rahmen der Sonnenbrille anordnen wollt. Dadurch geht ihr sicher, dass euch die Farbzusammen-stellung gefällt und die Größe der unterschiedlichen Perlen bzw. Materialen harmoniert. Steht euer Konzept, kann es auch schon losgehen!

 Los geht's: Um zu vermeiden, dass der überschüssige Kleber mehr Platz als nötig auf dem Rahmen einnimmt und am Ende unschön aussieht, gebt ihr ihn am besten direkt auf die Perle oder Blüte, die ihr ankleben wollt. Am besten fangt ihr im oberen (rechten oder linken) Rand des Rahmens an und arbeitet euch von dort weg vor.
Bei sehr kleinen Materialien wie z.B. den Perlen kommt dann ein Zahnstocher zum Einsatz: Dosiert den Kleber sorgsam und gebt ihn auf die gewünschte Stelle, um dann die Perle aufzudrücken. Das funktioniert am besten mit einer Pinzette oder einer geeigneten Schmuckzange.
Achtung: Ab und an unbedingt das Werkzeug säubern, sonst haften die Perlen so stark an, dass sie gar nicht mehr auf den Rahmen "wollen".


Wie großflächig ihr den Rahmen verziert, ist natürlich Geschmackssache. Ich habe lediglich den rechten Teil mit Perlen beklebt, weil mir das sonst zu bunt und vor allem eine Spur zu auffällig wäre. Die langweilige Sonnenbrille vom Vorjahr hat sich zum dezent-bunten Frühlingsmodell gemausert. 

Sonntag, 1. März 2015

Neuanfang: Zeit für Optimisten

"Für einen Pessimisten ist es das Ende. 
Für den Optimisten ein Neuanfang..."


Wahrscheinlich kommen Zeiten, in denen es sich so anfühlt, als ob einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Jeder kennt das. Manchmal ist es eine Situation, ein Entschluss, ein Satz oder auch nur ein Wort, das einfach alles verändert, uns staucheln und schließlich fallen lässt. Der Aufprall ist überraschend, desillusionierend und manchmal auch sehr schmerzhaft - vor allem dann, wenn man erkennen muss, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, das Ruder herumzureißen, damit alles so wird wie es einmal war. Wie tief wir fallen, können wir dann nicht mehr beeinflussen. Wohl aber wie wir landen.

Was bleibt da noch? 

Mir fallen diese ungewollten Neuanfänge nicht leicht. Sie verunsichern mich, lassen mich an mir und manchmal sogar an dem, was ich tue, zweifeln und zwingen mich dazu innezuhalten. 
Aber ich versuche, das Positive in ihnen zu sehen: Ich bin wieder frei, eine neue Entscheidung zu treffen und ich lasse mich nicht entmutigen, denn ich weiß, ich kann das schaffen. Auch wenn es wahrscheinlich nicht leicht wird. Und dann - oder gerade deshalb - werde ich irgendwann mit Stolz darauf zurückblicken, wenn ich es geschafft habe, mich all dem zu stellen und auch diese Situation gemeistert zu haben. Diese zögerlich aufkeimende Vorfreude stärkt mich und gibt mir Gewissheit: Es ist nicht das Ende, sondern nur ein Neuanfang.

Samstag, 3. Januar 2015

Ein Kinoerlebnis der besonderen Art {Essen, Ruhrgebiet}


Zu Beginn des Jahres geht es meist etwas ruhiger zu - die perfekte Gelegenheit also, um mal wieder gemütlich mit Freunden ins Kino zu gehen. Viele der großen Multiplexkinos versprühen jedoch eine wenig einladende Atmosphäre, da der Besuch dort von hektischem Treiben überschattet wird.

Kinobesuche in der Lichtburg Essen hingegen sind immer etwas ganz Besonderes. Das liegt vor allem am unverwechselbaren Ambiente des Kinos, das sich deutlich von dem, was andere Kinos bieten, abhebt. Zugegeben: Das Gebäude selbst besticht nicht sonderlich durch seine architektonische Rafinesse und tritt Großstadtbummlern mit seiner schlichten, klaren Form gegenüber und im turbulenten Stadtgewusel beinahe in den Hintergrund. Doch schon der Eingangsbereich weckt die grobe Vorahnung auf das, was den neugierigen Filmliebhaber, den es ins Innere von Deutschland größtem Filmpalast zieht, erwarten wird. Der Zauber entfaltet seine Wirkung vor allem in der großzügigen Empfangshalle und in den Kinosälen, die wie ein Theater anmuten. Man fühlt sich sofort in die 50er Jahre zurückversetzt und glaubt, in eine andere Welt einzutauchen - hier wird Kino auf jeden Fall zu einem echten Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Ein phantastischer Ort für Filmpremieren

Am 26. November 2014 durfte ich anläss-lich der Deutschlandpremiere von "Der Koch", eine Verfilmung des gleichnamigen Weltbestsellers von Martin Suters, in der Lichtburg zu Gast sein. Und, was soll ich sagen? Der Film hat mich so sehr beeindruckt, dass der Roman nun auf meiner after-Bachelor-Leseliste steht. Einige Impressionen (in Form von Fotos vom roten Teppich sowie einer kurzen Rezession) gibt es hier.


Donnerstag, 27. November 2014

Deutschlandpremiere: "Der Koch"

Gestern Abend durfte ich anlässlich der Deutschlandpremiere von Der Koch, eine Verfilmung des gleichnamigen Weltbestsellers von Martin Suters, in der Lichtburg zu Gast sein. Und, was soll ich sagen? Der Film hat mich so sehr beeindruckt, dass der Roman nun auf meiner After-Bachelor-Leseliste steht.

von links nach rechts: Regisseur Ralf Huettner und die beiden Hauptdarsteller Hamza Jeetooa Jessica Schwarz.

"Wonach schmeckt das?" "Nach meiner Kindheit."

Der Film erzählt sehr einfühlsam die Geschichte eines jungen Mannes namens Maravan, der Aufgrund von politischen Unruhen von Sri Lanka als Asylbewerber in die Schweiz kommt und zunächst als Küchenhilfe in einem Züricher Restaurant schuftet. Dort ist er allerdings nicht glücklich, weil sein Talent nicht erkannt und er regelrecht schikaniert wird.

Erst durch Andrea, die im Service arbeitet, gelingt es ihm, sein eigenes Catering Unternehmen auf die Beine zu stellen, das Menschen exotische, erotisierende Menüs verspricht, die er aus Zutaten seiner Heimat zaubert. Wer jetzt einen oberflächlichen Kochfilm erwartet, wird enttäuscht werden, denn Der Koch ist kein Film, der sich mit dieser Oberflächlichkeit begnügt. Das Schicksal Maravans Heimat zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und der junge Mann wird schließlich mit der Erkenntnis konfrontiert, dass die Terroristen der Tamil Tigers, die in Sri Lanka wüten, enge Verbindungen in der Schweiz haben. Die Situation spitzt sich zu, als sein Cousin in die Heimat zurückkehrt, um auf der Seite der Terroristen "für die Freiheit" zu kämpfen und Maravan erkennt, für wen er eigentlich kocht...

"Kochen heißt verwandeln. Man kann Kaltes in Warmes und Hartes in Weiches verwandeln - aber Böses nicht in Gutes."

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